Sicheres Surfen im Internet- auch mit mobilen Geräten

Kinder im Zeitalter der Digitalisierung bestmöglich zu schützen, dazu braucht es Aufklärung. Einen Vortrag über „Sicheres Surfen im Internet, auch mit mobilen Geräten“ hielt Jürgen Wolf, medien- und informationspädagogischer Berater für die Landkreise Dingolfing-Landau und Rottal-Inn.

 (nik) ..."Sex, Waffen und Drogen stehen ganz oben auf der ernstzunehmenden Tabu-Liste aller liebenden Eltern. Und gerade diese Themen sind es, die die Kinder am brennendsten interessieren. Zwar kommen Schlagworte wie eben genannte meist erst in der Pubertät auf den Tisch. Kontakt mit der virtuellen Welt haben Kinder jedoch schon weit früher. Nicht selten bereits im Krabbelalter. Schon die Biene Maja, die Schlümpfe und deren Kollegen bringen die Kleinsten vor den Fernseher. Und damit läuft sie an, die mediale Spirale, die neben gesundheitlichen Schäden auch echte Gefahren bereithalten kann. Jürgen Wolf kennt sie alle, die harmlosen „Einstiegsdrogen“ und „Suchtmittel“ der neuen Zeit.

„Es gibt eine 3-6-9-12-Regel“ unterrichtet er sein Publikum in der Grundschule. Kids unter drei Jahren sollten bestmöglich überhaupt keinen Kontakt mit TV, PC und Co. haben. Vor dem sechsten Lebensjahr rät der Experte von Spielkonsolen ab – Suchtgefahr! Erst ab neun ist ein Handy duldbar und bis zum zwölften Lebensjahr sollte kein Kind unbeaufsichtigt im Netz herumsurfen können. Warum? Weil in der virtuellen Welt Menschen unterwegs sind, die alles andere als Gutes im Sinn haben. Weil Illusion und Realität für ein Kind schwer zu unterscheiden sind. Und weil letztlich gesundheitliche Folgen von Kurzsichtigkeit über die Fehlentwicklung von räumlichem Seh- und Vorstellungsvermögen bis hin zu schweren psychischen Schädigungen auf der Rechnung der Bildschirmnutzung steht; mal ganz abgesehen von den versehentlichen Einkäufen und Buchungen im Netz.

(...)  Man könne jeden Router so einrichten, dass ungewünschte Seite gesperrt sind, für jeden PC-Benutzer spezielle Filter in der Systemsteuerung einrichten und jede Smartphone-Oberfläche auf nur eine, nämlich eine kinderfreundliche App, fixieren, rät der Experte. Freilich ist dafür ein gewisses technisches Können erforderlich. Hilfreich zur Seite stünden hierbei jedoch IT- und Handy-Fachkräfte.

Sinnvoll eingerichtet kommt das Kind also erst gar nicht auf verhängnisvolle Seiten, sondern nur auf all jene, die dem Alter entsprechend aufgebaut sind. Hierfür gab Wolf den Eltern zahlreiche Beispiele mit nach Hause. Von Suchmaschinen über Unterhaltungsprogramme bis hin zu Lerninhalten sind im Netz viele spannende Homepages zu finden. Auch Anbieter für digitale Kommunikation, also eMail-Verkehr, sind vorhanden. Alles unter dem Argusauge des Jugendschutzgesetzes. Und obendrein mit der Nachverfolgungs-Option für Eltern ausgestattet. So haben Mama und Papa jederzeit im Blick, wann ihr Kleines wo genau unterwegs war. Eine ganz konkrete Hilfestellung waren all diese Tipps auf jeden Fall. Nicht abnehmen kann Jürgen Wolf den Eltern aber die weiteren Schlüsselworte zum sicheren Surfen im Netz. Und die lauten ganz klar Konsequenz und Kontrolle."

 

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