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Filby

Besser lesen lernen mit FiLBY

Grundschule Simbach nimmt an wissenschaftlichem Projekt teil – erste Teilerfolge hörbar

Wörter lesen und Wörter verstehen muss nicht zwangsläufig das Gleiche sein. Wichtig ist es aber ohne Frage, diese beiden Komponenten in Einklang zu bringen. Bleibt doch sonst der Sinn auf ewig unerschlossen. Vor allem Kinder, die das Lesen erst lernen, tun sich unglaublich schwer, Buchstabenfolgen mit dem Verständnis dafür zu verknüpfen. Abhilfe soll hierbei die sogenannte fachintegrierte Leseförderung Bayern (FiLBY) sein. Das Projekt wurde vom Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der Universität Regensburg in Zusammenarbeit mit dem Kulturministerium, dem Arbeitskreis Lesen ISB und dem Bayerischen Rundfunk entwickelt. Über 800 bayerische Grundschule, hier Schüler der zweiten Klasse, nehmen daran teil. Unter ihnen auch die Grundschule Simbach.

 

Wer kennt das nicht: Man kuschelt sich ins Bett, nimmt die Nachtlektüre zur Hand, zieht das Einmerkerl raus, beginnt zu lesen und hat keine Ahnung, um was es hier eigentlich geht. Dann blättert man eine oder mehrere Seiten zurück und schließt dort an, wo sich das Hirn am Vorabend offenbar in den Schlummermodus verabschiedet hat. Anhand dieses Beispiels kann jeder Erwachsene, der des Lesens mächtig ist, wohl ganz gut nachvollziehen, wie es einem Kind ergehen muss, das sich zum ersten Mal in seinem Leben mit ganzen Texten auseinanderzusetzen hat.

Hat ein Schüler bereits in der ersten Klasse gelernt, Laute zu den jeweiligen Buchstaben zu formen und ganze Wörter daraus zu entschlüsseln, geht es dann darum, mehrere Sätze hintereinander, also eine ganze Geschichte zu lesen - und auch noch zu verstehen. Um eben dieses Verständnis, den Sinn hinter den Zeilen, zu erleichtern, wurde FiLBY entwickelt. Schüler ab der zweiten Jahrgangsstufe lernen anhand vorgegebener Texte, die übrigens einen direkten Bezug zu HSU oder Mathematik aufweisen und deswegen doppelt lehrreich sind, nicht nur flüssiger zu lesen, sondern auch den Sinn besser zu erfassen.

So funktioniert´s: Los geht´s bei den Texten schon mit der Überschrift. Wenn dort beispielsweise steht „Anna baut einen Zaun aus Ästen“, wird erst einmal abgefragt, wer in der Klasse schon einmal mit Ästen gebastelt hat und was daraus alles entstehen kann. Auf diese Art sind die Kinder gedanklich mitten im Wald, im Garten oder auf eben ihrer ganz eigenen „Naturbaustelle“. Der direkte Bezug zu den Wörtern ist geschaffen. Dann wird der Text auf einem Audio-Medium abgespielt und die Kinder haben die Aufgabe, dem Gesprochenen mit einem Stift auf ihrem Text zu folgen. Die Aufgabe besteht hierbei nicht nur darin, dran zu bleiben. Auch schwierige Wörter setzen sich besser im Gehirn fest, weil die Laute zum Gesehenen auch gehört werden können. Im nächsten Schritt geht damit weiter, dass die Kinder mit dem „Vorleser“ mitlesen müssen bis schließlich Teams gebildet werden, von denen einer liest und der andere wieder mit dem Stift auf dem Papier das Gelesene verfolgt. Bei der Mitte wird gewechselt.

Nun besprechen die Kinder gemeinsam mit der Lehrkraft den Inhalt. Handelt es sich hierbei doch, wie bereits erwähnt, um Themen aus HSU oder Mathematik. So hat sich hinter dem Text mit den Ästen beispielsweise ein Rechenrätsel versteckt. Am Ende will herausgefunden werden, wie viele Äste Anna tatsächlich braucht, um ihren Zaun bauen zu können. Wer nicht verstanden hat, worum es in dem Text geht, kann diese Aufgabe unmöglich lösen. Doch die Simbacher Kinder können.

Die beiden zweiten Klassen, insgesamt 43 Jungen und Mädchen, bearbeiten über einen Zeitraum von sechs Wochen jeden Tag eine Geschichte aus ihrem FiLBY-Buch. Wo es anfangs noch etwas geholpert hat, verzeichnet Lehrerin Bettina Schenk, die in Simbach Ansprechpartnerin für FiLBY ist, mittlerweile große Erfolge. „Sätze verlieren ihre Abstraktion, werden greifbar für die Kinder“ freut sie sich über die Fortschritte ihrer Schützlinge. Ob ihr Gefühl auch mit tatsächlichen Bereicherungen übereinstimmt, prüft sie drei Mal pro Schuljahr in vorgefertigten Tests. Hierbei sind dann beispielsweise Sätze nach Wahrheitsgehalt anzukreuzen oder kleine Aufgaben zu lösen. Die anonymen Fragebögen werden an die Uni Regensburg geschickt, wo die Auswertung stattfindet.

Insgesamt nehmen in diesem Schuljahr 890 Schulen, also über 2.000 zweite Klassen und über 50.000 Jungen und Mädchen an dem Projekt teil. Bei den Ergebnissen von 150 Schulen arbeitet die Deutschdidaktik mit der Professur für Methoden der empirischen Bildungsforschung mit. Die Simbacher Kinder lernen also nicht nur besser lesen, sondern tragen dabei auch noch ihren Teil zu echter wissenschaftlicher Arbeit bei.

 

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Skipping hearts

Skipping Hearts: Workshop in der Grundschule

 

Was für einen Spaß hatten die Kinder der Grundschule kürzlich, als sie von einem Trainer der Deutschen Herzstiftung fit gemacht wurden. Unter dem Titel „Skipping Hearts“ (dt.: springende Herzen) touren die Fachleute durch ganz Deutschland und versprühen ihre Botschaft. Die lautet sinngemäß: Habt Freude an der Bewegung und lernt das schon von Kindesbeinen an. Denn wer seinen Körper trainiert, arbeitet gleichzeitig an der Langlebigkeit eines gesunden Herz-Kreislauf-Systems; gute Stimmung inklusive. Und die gab es in Simbach zu Hauf. In zwei Schulstunden lernten die Kinder die Grundtechniken des Rope Skippings oder einfach Seilspringen. Während die Übungen als Einzelperson und mit Partnern, sowie einer ganzen Gruppe kindgerecht unterrichtet wurden, haben die Jungs und Mädels wie nebenbei an einer kleinen Vorführung für die Eltern und anderen Schüler gearbeitet. Zehn Minuten lang boten die Kids eine nette kleine Show, die das Viel an Einsatzmöglichkeiten eines simplen Seils präsentierte. Und, weil der Spaßfaktor dabei ein erheblicher war, kaufte der Elternbeirat, vertreten durch Vorsitzende Karin Arbinger, gleich zehn Seile für weitere Einsätze in der Schule. Die Stiftung selbst hat nochmal 16 Seile und zwei große Schwingseile beigesteuert und damit eine solide Basis dafür geschaffen, dass Herzen immer wieder mal höher springen.

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Lesung an der GS Simbach

Die Lesemuffel „am Schlawittchen“ gepackt

Bibliothekar liest bei Grundschülern – Wort und Phantasie spornen zum Lesen an

 

Schon wieder diese Deutsch-Hausaufgaben … Während manche Kinder Bücher regelrecht verschlingen, rümpfen die Lesemuffel buchstäblich die Nase bei allen ABC-Kombinationen. Dass nämlich hinter Wörtern und Sätzen großartige Geschichten und spannende Abenteuer stecken können, das muss ihnen erst einmal jemand beweisen. Kein Problem für Thomas Jablonski von der Kreis- und Stadtbibliothek Dingolfing. Mit einem Packen Bücher unter´m Arm spazierte er diese Woche in die Grundschule Simbach und wurde – man staune! – nur unter Protest wieder entlassen.

 

Witzig, kindgerecht, anschaulich und alles andere als schnöde und langweilig präsentierte der Bibliothekar Thomas Jablonski den Simbacher Grundschülern die Werke von Kinderbuchautoren. Je nach Jahrgangsstufe hat er sich besondere Häppchen aus dem großen Portfolio der Dingolfinger Bibliothek herausgepickt und dermaßen lustig vorgetragen, dass seine Lesung beinahe einem Theater glich. Doch genau das, und das betonte Jablonski immer wieder, kann jedes Buch bewirken, wenn man sich nur das Schauspiel neben den Zeilen in seinem Kopf zusammen spinnt.

Da kann es dann schon einmal zu einer großen Verwirrung kommen, weil drei Pilze nunmal so unglaublich schwierig auf zwei Lebewesen aufzuteilen sind. So geschieht´s nämlich in „Zwei für dich, einer für mich!“, einem Kinderbuch von Jörg Mühle, das Jablonski den ersten und zweiten Klassen vorgelesen hat. Da kann aber auch der sehr scheue Beutegreifer Wolf, der übrigens Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Opa unserer Hunde Zuhause ist, realitätsfremderweise als Oma- und Rotkäppchenfresser auftauchen. So stellt es nämlich Mario Ramos in seinem Buch „Der Wolf im Nachthemd“ vor. Freilich bekamen die jüngsten aller Schüler bei den Ausführungen dazu große Augen.

Ein müdes Gähnen mag Jablonski dafür hingegen von den „Großen“, nämlich den Dritt- und Viertklässlern geerntet haben können. Hat er aber nicht. Denn der Fachmann weiß wohl, welche Art von Literatur welchem Alter entspricht. Und so hat er sich für die Beinahe-Teenies und die stolzen Zehnjährigen natürlich knackigere Kinderbücher herausgesucht. Zum Beispiel das von der „schlimmen Miezi“ und das vom Fuchs, der Bücher frisst. Ja, tatsächlich frisst; Seite für Seite. Und weil er das macht, kommt er natürlich in Schwierigkeiten. Erst, weil er seine ganzen Möbel verkaufen muss, um sich immer neue Bücher leisten zu können, dann, weil er die Bücher in der Bibliothek verschlingt, weshalb er schließlich im Gefängnis landet. Hier hat der Fuchs jedoch eine Idee: Er schreibt selbst und wird damit kurzerhand vom gejagten Buchvertilger zum gefragten Buchautor.

Spannend, was?! Auf jeden Fall! Und das noch dazu, obwohl ganz schön lange und auch gar nicht immer so einfache Wörter in den Bücher vorkamen. Zum Beispiel „am Schlawittchen packen“. Dass man aber auch hier locker drüber lesen und dabei auch noch kudern kann, das brachte Thomas Jablonski den Kindern der Grundschule nahe; mit beachtlichem Erfolg. Sein Glück war es am Ende seiner Lesungen, dass er Buchgeschenke für die Kinder dabei hatte. Denn sonst hätten ihn die Jungen und Mädchen nach ihren Zugabe-Rufen wohl nicht mehr so leicht gehen lassen. Man darf vermuten, dass die ein oder andere Leseratte jeden ersten Dienstag im Monat fortan bei seinen Lesungen in der Dingolfinger Bibliothek erscheinen wird. Als nächster Termin hierfür ist der 12. März geplant.

 

 

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Witterungsbedingter Unterrichtsausfall am Montag, den 04.02.2019

Angesichts der weiter hohen Schneebruchgefahr sowie der zu erwartenden Wetterentwicklung wird in Absprache mit den Sicherheitsbehörden der Unterricht für morgen, 4.2.2019  im Landkreis Dingolfing-Landau insgesamt abgesagt. Alle Schülerinnen und Schüler, die dennoch zur Schule kommen bzw. die zu Hause nicht betreut werden können, werden an der jeweiligen Schule beaufsichtigt.

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Bayerische Weihnachtsfeier

Ganz unter dem Motto  "Wir feiern Bayern" wurde an der GS Simbach die Weihnachtsfeier anlässlich des 100jährigen Jubiläums des Freistaates Bayern  gefeiert. Mit Gedichten, Weihnachtsliedern und Herberssuche in bayrischer Mundart und im heimatlichen Dialekt sorgten die Schüler und Schülerinnen für eine ganz besondere Atmosphäre in der Aula, in der auch  die Verbundenheit zur Heimat und zu unserer Kultur ganz deutlich zu spüren war. Viele Eltern, ehemalige Lehrkräfte und ehrenamtliche Mitarbeiter waren der Einladung gefolgt und ließen die Feier gemeinsam mit den Kindern mit dem Schlusslied "Es wird scho glei dumper" ausklingen. Der Elternbeirat versorgte die Gäste anschließend noch mit Kinderpunsch und Lebkuchen.

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